Über
den Autor:
- 1921-1990, schweizer Autor
- studierte Philosophie,
Natur- wissenschaften und Germa- nistik
- 1946: Studium endete ohne Dissertation,
er beschloss Schriftsteller zu werden
- 1947 erstes Drama
-
Friedrich
Dürrenmatt
Der Richter und sein Henker
Kriminalroman
"Der Richter und sein Henker", von Friedrich Dürrenmatt (1921-1990),
erschien zuerst 1950 als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift "Der
Schweizerische Beobachter".
Es ist ein ungewöhnlicher
Kriminalroman, denn neben polizeilicher Ermittlungsarbeit, die
eigentlich völlig überflüssig ist,
da Kommissar Bärlach von Anfang an
die Hintergründe der Tat duchschaut und auch den Täter kennt, ist es
eine sehr
gut gemachte Charakterstudie über einen desillusionierten
Einzelgänger, namentlich des Kommissars.
November 1948 - Nahe
eines kleinen Dorfes, unweit von Bern, wird der Polizeileutnant Schmied
erschossen in seinem Wagen aufgefunden. Bärlach, ein todkranker, alter
Kommissar, der auch Schmieds Chef war, wird mit den Ermittlungen
betraut. Zuhause bei Schmied findet er eine Akte. Nachdem er deren
Inhalt kennt, ist er sich seiner sicher. Dennoch bit- tet er um einen
zusätzlichen Beamten, der ihn bei den Ermittlungen unterstützen soll.
Und er möchte Tschanz, den er auch bekommt. - Bärlach behält seine
Erkenntnisse für sich und läßt Tschanz ermitteln, greift auch nicht ein,
obwohl er weiß, dass es die falsche Richtung ist. Und tatsächlich
präsentiert ihn Tschanz einen Mann, der der Mörder sein soll. - Bärlach
weiß es aber besser. Er kennt den Präsentierten. Vierzig Jahre zuvor
hatten die Beiden eine Wette, dass der jetzt als Mörder verdächtigte,
einen Mord begeht und Bärlach ihn nichts nachweisen kann. Und es geschah
so. Der Mörder kam davon. - Nun steht er vor ihm, bezichtigt eines
anderen Mordes, den er aber, wie Bärlach weiß, nicht begangen hat.
Bärlach hat die Chance zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. Den
Mörder des Polizeileutnant Schmied zu fassen und den alten Wettpartner
und Rivalen zu bestrafen
(Archiv)