Über
den Autor
- 1788-1857, deutscher Autor
- erste
literarische Versu- che um 1800
- 1805-1807 Studium Jura
und Geisteswissenschaften
-
1809-1812 Fortsetzung des Studiums
- 1813-1815 Teilnahme an den befreiungskämpfen
ge- gen Napoleon
- 1816-1844 im Staats- dienst tätig
- starb
an Magenkrebs
Joseph
von Eichendorff
Aus
dem Leben eines Taugenichts
Novelle
Eichendorff
(1788-1857) gelang es in seiner Novelle "Aus dem Leben eines
Taugenichts" (1826 erschienen) hervor- ragend, die Wirklichkeit
in Poesie umzuwandeln und so mit dem Taugenichts ein Muster-Portrait
eines Vertreters der Romantik (1795-1840), insbesondere der Spätro-
mantik, in Form eines lyrisch-musikalischen Stimmungsbildes zu zeichnen.
Ein
junger Mann, von seinem Vater Taugenichts genannt, zieht, mit ein paar
Groschen in der Tasche und seiner Geige als Gepäck, in die Welt
hinaus, um sein Glück zu suchen. Und Fortuna ist ihm
auch offenbar freundlich gesinnt, denn er be- gegnet zwei Damen, die ihn mitnehmen
auf ihr Schloss in Wien. Er verliebt sich in die eine der beiden Damen
und wird erst Gärtnerjunge und später Zolleinnehmer bei
ihnen. Dann erscheint die Angebetete mit einem anderen
Herrn auf dem Balkon des Schlosses, worauf er, unglücklich darüber,
seine Geige nimmt und wieder in die Welt hinaus zieht. Überall
wo er aber hinkommt, begeg- nen ihm Spuren seiner "allerschönsten
Frau", sodass es ihn letztlich zurück zieht in Richtung Wien,
wo er dann ...
Die Erzählung ist geprägt vom Lebensfrohsinn
eines Individualisten und dessen Liebe zur Musik und Natur, was auch
sprachlich von Eichendorff meisterhaft so verarbeitet wurde, dass man
beim Lesen stets auf unterhaltsame Art dies nach- empfinden kann.
(Archiv)