Über
die Autoren
- Nicci French, das sind Nicci Gerard (geb. 1958) und
Sean French (geb. 1959)
- sind miteinander verheiratet und leben mit
ihren Kindern in Süd-England
- 1997 erschien "Der Glas- pavillion"
als erster gemein- samer Thriller
- schreiben und veröffentli- chen
auch jeweils eigene Romane
Nicci
French
Höhenangst
Psychothriller
Langsam und unmerklich baut sich die Spannung in diesem Psychothriller
von Nicci French, Pseudonym des Autoren- teams Nicci Gerard und Sean
French, auf.
Alice und Jake sind seit langem befreundet und leben
seit einiger Zeit auch als Paar zusammen. Alles ist tutti paletti, in
bester Ordnung und geht seinen gewohnten Gang. Man lebt, obwohl gerade
Anfang Dreißig, wie ein altes Ehepaar zu- sammen.
Da geschieht es
eines Morgens: Alice begegnet auf dem Weg zur Arbeit Adam. Ihre Blicke
treffen sich, als sie einen Zebrastreifen überqueren und es funkt
zwischen den beiden auf magische Art. Als Alice nachmittags das
Bürogebäude verläßt, steht Adam davor und wartet auf sie. Sie geht mit
zu ihm und es beginnt eine wilde Liebesaffäre zwischen ihnen. Kurze Zeit
später trennt Alice sich von Jake und zieht ganz in die Welt von Adam,
dem Extrembergsteiger.
Lust, Sex und körperliche Begierde bestimmen
das Leben des jungen Paares. Alice kennt Adams sexuelle Vorlieben,
seinen Hang auch dabei Grenzen zu überschreiten, Grenzen zum Sadismus,
ansonsten weiß sie aber fast nichts von ihm, als sie ihn heiratet. Außer
das bei seiner letzten Bergbesteigung fünf Klettertouristen, die ihn
unter anderem begleiteten, ums Leben kamen.
Adam behandelt Alice wie
sein Eigentum. Immer mehr verliert sie sich in Adam, verliert ihr
eigenes Leben - ihre Freunde, ihre Bezugspunkte. Und immer mehr wird sie
Objekt seiner Gewaltexzesse aus Liebe.
Doch: auch immer mehr stößt
sie auf Ungereimtheiten in seiner Vergangenheit. Und dann plötzlich
erkennt sie, in was für eine Welt sie eongedrungen ist. Und sie erkennt,
dass es um Leben oder Tod geht - um das blanke Leben, um ihr Le- ben.
Sie
sucht nach Hilfe, aber niemand ist da, der ihr helfen will. Niemand
glaubt ihr. Denn für die anderen ist Adam ein
Held. Zwar kamen bei
besagter Tour fünf Menschen ums Leben, aber etliche andere hat er da
gerettet. Sie fragen nicht danach, warum gerade diese fünf Menschen
starben. Sie halten Alice für hysterisch, überspannt, verrückt.
Aber Alice gibt nicht auf.
Der
Thriller fesselte mich total. - Erzählt wird aus der Ich-Perspektive
von Alice. Man erlebt die Geschichte komplett
aus ihrer Sicht. Dies
führt dazu, dass man als Leser de facto in Alices Person schlüpft. An
keiner Stelle weiß man mehr als die junge Frau, sondern ist stets auf
den gleichen Wissensstand.
Einfach spannend!
(5.06.2010)