Über
den Autor
- 1749-1832, deutscher Dichter und mein absoluter Lieblingsautor
-
studierte von 1765-68 Recht in Leipzig, beendete das Studium aber erst 1771
in Straßburg
- erste Veröffentlichungen bereits während
der Studien- zeit
- 1775 Ankunft in Weimar
- 1780 Ernennung zum Ge-
heimen Rat
- 1784 entdeckt Goethe den Zwischenkieferknochen
- 1786-88
erste italienische Reise, 1790 zweite Reise
nach Italien
- 1792-93
Teilnahme am Feldzug gegen Frankreich und an der Belagerung von Mainz
-
1794 Beginn des Bündnisses mit Friedrich von Schiller
- 1797 "Balladenjahr"
-
diverse Frauenliebschaften während seiner gesamten Le- benszeit
Johann
Wolfgang von Goethe
Die Laune des Verliebten
Drama
Dieses
"Schäferspiel in Versen und einem Akte" schrieb der junge,
gerade mal 18 Jahre alte Goethe zwischen Februar 1767 und April 1768.
Es ist ein unterhaltsames kleines Stück um Liebe und Eifersucht.
Uraufgeführt
wurde das kleine Bühnenstück erst über 10 Jahre später
- am 20. Mai 1779. Goethe spielte dabei die Rol- le des Eridon selbst.
Die
Mädchen Egle und Amine sind beide in junge Schäfer verliebt.
Während die Beziehung zwischen Egle und ihrem Lamon von gegenseitiger
Achtung, Freiräumen für die Vorlieben des anderen und Harmonie
geprägt ist, ist die Verbin- dung zwischen Amine und Eridon von der
Eifersucht des Liebhabers gekennzeichnet.
Amine ist ein Mädchen,
dass gern tanzt, unter Menschen ist und Spaß hat mit ihnen. Eridon
hält davon gar nichts, zumal er hinter jedem Mann, der mit Amine
in Kontakt kommt, einen Nebenbuhler zu erblicken glaubt. Er macht Amine
des- halb ständig Vorwürfe. Vorwürfe, dass sie die anderen
dazu ermuntere und ihm untreu sei. - Sie soll nur für ihn da sein,
für sonst niemanden. Er geht sogar soweit zu verlangen, dass sie
die anderen Männer hassen solle.
Egle, Lamon und Amine wollen
auf ein Fest gehen. Eridon ist sauer, macht Amine eine Szene. Statt
mitzugehen und so gemeinsam Spaß zu haben, bringt er Amine dazu,
dass sie auf das Fest verzichten will. - Nachgeben, so wie sie immer
nachgibt und ihm seine Eifersuchtsszenen verzeiht, darauf setzt Eridon.
Aber Egle ist damit gar nicht einverstanden. Sieht sie doch genau,
wie diese Tyrannei von Eridon ihrer Freundin Amine zu schaffen macht.
Sie beschließt Eridon zu bekeh- ren und ihm klarzumachen, dass
Amine seine Geliebte und nicht seine Sklavin ist.
Das kleine Schauspiel
ist in einem flüssig lesbaren, unterhaltsamen Stil geschrieben
und so auch für ungeübte Klassiker- Leser gut geeignet.
(Archiv)