Über
den Autor
- 1749-1832, deutscher Dichter und mein absoluter Lieblingsautor
-
studierte von 1765-68 Recht in Leipzig, beendete das Studium aber erst 1771
in Straßburg
- erste Veröffentlichungen bereits während
der Studien- zeit
- 1775 Ankunft in Weimar
- 1780 Ernennung zum Ge-
heimen Rat
- 1784 entdeckt Goethe den Zwischenkieferknochen
- 1786-88
erste italienische Reise, 1790 zweite Reise
nach Italien
- 1792-93
Teilnahme am Feldzug gegen Frankreich und an der Belagerung von Mainz
-
1794 Beginn des Bündnisses mit Friedrich von Schiller
- 1797 "Balladenjahr"
-
diverse Frauenliebschaften während seiner gesamten Le- benszeit
Johann
Wolfgang von Goethe
Faust II
Drama
Im September 1831 beendete Goethe (1749-1832) die Arbeiten am "Faust
II", versiegelte das Manuskript und versah es mit dem Hinweis: "Erst
nach meinem Tode zu öffnen!" - Die Veröffentlichung erfolgte nach
Goethes Ableben 1832.
"Faust II" ist geprägt von den Idealen
der Epoche der Klassik (1786-1805); der Rückbesinnung auf die Antike und
der Position, dass der Mensch durch die Anschauung des wahrhaft Schönen
selbst zum Wahren und Guten, zur Veredelung seiner Denke und seines
Charakters gelangt.
Im "Faust II" führt Mephistopheles Faust in
die geheimsten Mysterien ein, unternimmt mit ihm eine Zeitreise in die
Antike Griechenlands, wo Faust dem Sinnbild der antiken Schönheit
schlechthin, der legendären Helena, begegnet, die er dann heiratet und
mit der ein Kind namens Euphorion in die Welt bringt. Euphorion stirbt
aber jung. Diese Beziehung ist eine Metapher, die für die Verknüpfung
der griechischen Antike mit dem deutschen Geist zur Klassik steht. Der
Tod Eupho- rions steht für Goethes spätere Erkenntnis, dass Poesie allein
nicht den Menschen und die Welt verändern kann.
Daneben gibt es
einen zweiten Strang: Faust und der Kaiser, wo es um Kultur und Macht
geht. Dieser Part ist der Antike-Zeitreise sowohl vor- als auch
nachgelagert und bildet so einen Rahmen.
Mephistopheles gelingt
es nur durch eine List den inzwischen hundertjährigen und erblindeten
Faust dazu zu bringen, die pakterfüllenden Worte zu sagen. - Wegen des
Betrugs an Faust, geht er aber am Ende leer aus.
Der Text
erfordert, auf Grund seines teilweise antiken Sprachstils und den vielen
historischen Informationen, eine inten- sivere Auseinandersetzung als
beim "Faust I"-Text.
(Archiv)