Über
den Autor
- 1883-1924, deutschspra- chiger
Schriftsteller
- entstammt einer jüdi- schen Familie
- 1901 Abitur
-
ordnete sich seinem ty- rannischen Vater unter
- 1901-1906 Studium -
erst Chemie, dann wech- selte er zu Jura und schließlich zu Germanistik
und Kunstgeschichte
- arbeite zum Broterwerb als Versicherungsangestell-
ter
- bereits in der Jugendzeit erste schriftstellerische Arbeiten, die
allerdings verschollen sind
- Hauptthema: sein ausge- prägter Vater-Sohn-Konflikt
-
1917 nächtlicher Blut- sturz, Lungentuberkulose
- Kafkas Gesundheitszu-
stand wurde von Jahr zu Jahr schlechter
- wurde in Prag, während
der k.u.k.-Monarchie gebo- ren und lebte nach dem Ersten Weltkrieg in der
neuentstandenden Tsche- choslowakei
Franz
Kafka
Die Verwandlung
Erzählung
Gregor Samsa erwacht eines Morgens aus unruhigen Träumen. Über Nacht
verwandelte er sich in einen menschengro- ßen Käfer. Wenig beunriuhigt
über seine neue Gestalt, denkt er an seinen miesen Job, den er nur
macht, um die Schul- den seines Vaters abzuarbeiten, und an andere
Alltäglichkeiten. Aber als der Prokurist der Firma, für die Gregor
arbei- tet, auftaucht, verändert sich alles ...
Das Leben der
Familie Samsa wandelt sich komplett. Der einzige Geldverdiener ist nicht
mehr arbeitsfähig und die an- deren Familienmitglieder müssen ihr
bisheriges Leben der neuen Situation anpassen. So findet nicht nur mit
Gregor eine Verwandlung statt, sondern mit jedem aus der Familie.
Die 1915 erschienene und von Kafka (1883-1924) geschriebene Erzählung
ist auf Grund mehrerer Aspekte sehr le- senswert und interessant. Da wäre
zum Einen die Auseinandersetzung mit Veränderungen im eigenen Leben,
zum Ande- ren, wie das persönliche Umfeld (und letztlich auch die
Gesellschaft) mit veränderten Situationen umgeht.
Daneben gibt
es aber immer wieder auch weitere Ansätze zum Nachdenken. Zum Nachdenken
über sich selbst und über eigene Verhaltensweisen.
Trotz der
surrealistisch-grotesken Situation ist die Erzählweise sachlich,
berichterstattermäßig gehalten. Der Erzähler
steht über der Handlung und
dem Geschehen, betrachtet alles von außen, ohne selbst Stellung zu
beziehen und ermöglicht so dem Leser, ohne Sensationsgehabe aufgenommen
zu haben, sich seine Gedanken zu machen.
(Archiv)