Über
den Autor
- deutscher Autor, geb. 1975
-
studierte Philosophie und Germanistik an der Uni Wien
- 1997 erschien
sein erster Roman
- sein Roman "Die Vermes- sung der Welt"
wurde in über 40 Sprachen über- setzt.
Daniel
Kehlmann
Ruhm
Roman
in Geschichten
Die "Süddeutsche Zeitung" schrieb über den Autor: "Daniel Kehlmann, die
größte Begabung der jüngeren deutschen Literatur". Dem kann ich voll
zustimmen.. Dies ist er tatsächlich. Auch aus meiner Sicht.
Daniel Kehlmann (geboren 1975) hat einen besonderen Stil. Nicht nur was
die Art und Weise der Sprache betrifft, son- dern auch den Aufbau der
Romane. Wie "Die Vermessung der Welt" ist auch der 2009 erschienene
Roman "Ruhm" in Episoden aufgebaut.
In den Episoden wechseln
die Hauptdarsteller. Immer steht eine andere Person im Mittelpunkt,
während die anderen in verschiedenen Episoden dann als Nebenpersonen
erscheinen.
Den Rahmen bilden zwei Episoden, die zweite und
neunte in dem Buch, wo ein Schriftsteller namens Leo Richter im
Mit- telpunkt steht. Dazwischen liegen Episoden, wo es um Menschen geht,
die in irgendeiner Form eine Beziehung zu Richter bzw der Literatur,
wenn auch manchmal über Umwege, haben.
Dem beschriebenen
Hauptteil ist eine Episode vorangestellt, die auf den ersten Blick in
der Rückbetrachtung auf das Buch, losgelöst erscheint, aber bei
genaueren Hinsehen doch einen wichtigen Moment für den Roman darstellt.
In ihr
wird der eigentliche Protagonist des Romans, das Mobiltelefon,
eingeführt, dass in jeder der Episoden und für jeden der
Episoden-Hauptakteure eine besondere Bedeutung hat. Auf dieses
Ding-Symbol und dessen "Ruhm" bei uns Menschen, läßt sich auch der Titel
des Romans am Besten rückbeziehen.
Kehlmann schreibt in einer
gefälligen ironischen Art und Weise, setzt gezielt Pointen und bietet
unerwartete Wendungen. Inhaltlich sind es aber oft bei diesem Roman
übertrieben irreale. Die erzählten Geschichten sind in der Form, also
in- haltsbezogen, völlig absurd und wirklichkeitsfremd. Dies ist etwas,
was mir weniger an "Ruhm", erschienen 2009, gefällt. - "Ruhm" ist gut, bleibt aber,
zumindest bei mir, einiges hinter "Die Vermessung ..." zurück.
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