Über
den Autor
- 1759-1805, deutscher Autor
-
1773 (!), also mit vier- zehn Jahren, Beginn eines Jurastudiums
- 1775
Wechsel in die Fachrichtung Medizin
- 1779 verläßt er die
Aka- demie und erhält, nach Dis- sertation, 1780 den Grad Militärarzt
-
1781 erscheint "Die Räuber"
- das Drama wird von der Zensur
als aufrührerisch angesehen, Schiller muss 1782 deshalb aus Stutt-
gart fliehen
- 1787 reist er erstmalig nach Weimar und bleibt dann letztlich
auch dort
- schwere Erkrankung im Februar 1805, von der er sich nicht
mehr wieder erholte
- gilt als der bedeutendste deutsche Dramatiker
Friedrich
von Schiller
Die
Räuber
Drama
Dramen sind normalerweise für die Bühnenaufführung geschriebene Texte.
Schiller dachte jedoch "Die Räuber" ursprüng- lich als reines Lesedrama.
In der "Vorrede zur ersten Auflage", die 1781 anonym erfolgte,
erläuterte er: "Man nehme dieses Schauspiel für nichts anders als eine
dramatische Geschichte, die die Vorteile der dramatischen Methode, die
Seele gleichsam bei ihren geheimsten Operationen zu ertappen, benutzt,
ohne sich übrigens in die Schranken eines The- aterstücks einzuzäunen oder
nach dem so zweifelhaften Gewinn bei theatralischer Verkörperung zu
geizen."
1782 erarbeitete er dann eine Theaterversion, für die
Uraufführung im Nationaltheater Mannheim, die er im gleichen Jahr noch
einmal umarbeitete.
Im Mittelpunkt der Geschichte stehen Karl
Moor, der von seinem Vater sehr geliebt und hofiert wird, und sein
jüngerer Bruder Franz, der unter Liebesentzug des Vaters und daraus
resultierender Selbstwertstörung leidet. - Um die Gunst auf sich zu
lenken, erfindet Franz Briefe, die dem Vater Unwahrheiten über Karls
Lebenswandel berichten. Karl, der ehren- hafte Grundsätze hat, aber in
Leipzig, wo er studiert, von einigen leichtfertigen Altersgenossen
umgeben ist, kommt durch diese Kumpane in Bedrängnis. Er bittet den
Vater um Verzeihung. Franz nutzt die Gunst der Stunde, den Vater dazu zu
bringen, Karl zu verstoßen. Dieser, entsetzt, wird zum Räuberhauptmann,
wobei er eine Art RobinHood-Räuber sein
will. Aber seine Gefährten
haben nicht alle so hehre Motive. - Franz schafft sich seinen Vater aus
dem Weg und erhebt sich zu Graf Moor. Dazu will er auch Amalia, die aber Karl
liebt, trotz Franz sie glauben lässt, dass der Bruder tot sei.
Er ist
dabei seinem Ziel nahe zu kommen. - Dann
beschließt Karl aber zurückzukehren ...
Eine spannende
Geschichte, die die Frage, ob der Zweck die Mittel zur Durchsetzung der
jeweils eigenen Ideale und Ziele heiligt, aufwirft. Und diese Frage
stellt sich auch uns heutzutage ja immer wieder. Daher auch heute aktuell.
(Archiv)