Über
den Autor
- 496-406/405 v. u. Z., griechischer
Dichter
- Sohn eines vermögenden Waffenfabrikanten
- erlernte
bei Aischylos das Stückeschreiben
- war Stratege in mehreren Kriegen
Athens
- übte verschiedene kultische Funktionen und politische Ämter
aus
- hinterliß 123 Theater- stücke
Sophokles
Antigone
Drama
"Antigone", 442 v. C. uraufgeführt, ist die tragische Geschichte um die Hauptheldin, die Tochter des Ödipus.
Nach dem Tod des König Ödipus kommt es zum Streit zwischen seinen
Söhnen Eteokles, der widerrechtlich den Thron von Theben usurpiert, und
Polyneikes. Im Kampf sterben beide. Kreon, der nun Herrscher in Theben
wird, bestattet Eteokles entsprechend den Riten und verbietet, unter
Androhung der Todesstrafe, die Bestattung von Polyneikes, den er als
Verräter ansieht. Antigone übergeht dieses Verbot und erweist ihren
Bruder die letzte Ehre. Kreon, der sich und seine Gesetze über denen der
Götter und der Religion stehend sieht, verurteilt daraufhin Antigone
zum Hungertod. Selbst sein Sohn, Hämon, der auch gleichzeitig der
Verlobte Antigones ist, kann seinen Vater nicht überzeugen, die
Verurteilte zu begnadigen. Hämon bricht mit seinem Vater und will seiner
Verlobten zur Hilfe eilen. Erst Teiresias, der blinde Seher, bringt
Kreon dazu, sein Tun zu überdenken, indem er dem Herrscher offenbart,
dass ihm der Verlust geliebter Menschen droht, sollte er sich nicht
besinnen. Aber Kreons Einsicht kommt zu spät. Die Katastrophe ist nicht
mehr abwendbar.
Sophokles (496 bis 406/405 v. C.) stellt in
dieser Tragödie höhere ethische Werte der tagespolitischen Gesetzgebung
gegenüber und wirft die Frage auf was mehr zählt. Und er bezieht klar
Stellung.
(Archiv)