Über
den Autor
- 1817-1888, deutscher Autor
-
mit 16 erste Gedichte
- studierte Jura in Kiel
- arbeitete stets,
parallel zu seiner schriftstelleri- schen Karriere, als Jurist
Theodor
Storm
Der Schimmelreiter
Novelle
Mit "Der Schimmelreiter" legte Theodor Storm (1817-1888), wenige Monate
vor seinem Tod, eine bis zur letzten Seite sehr spannend erzählte
Novelle vor
Es ist die Geschichte um den Deichgrafen Hauke
Haien, die einem Reisenden, der in einem nordfriesischen Ort, in der
Mitte des 19. Jahrhunderts, während einer Sturmflutnacht, vom dortigen
Schulmeister, berichtet wird.
Der spätere Deichgraf, Hauke
Haien, war schon als Kind vom Meer und dem Leben am Deich begeistert.
Und er war mehr an Euklids Lehren interessiert, als daran mit anderen,
gleichaltrigen Kindern zu spielen. Auch später als Erwachse- ner findet er
keinen Zugang und keinen geistigen Draht zu den Menschen seiner Heimat.
Hauke bleibt Außenseiter. Aber: Er liebt das Land, das Meer, den Deich.
Dabei erkennt er, dass die alte Deichbauweise unzureichend ist. Später,
als er, trotz Widerstandes vieler Men- schen der Gemeinde, Deichgraf
geworden ist, beginnt Hauke ein neues, dem tosenden Meer besser
standhaltendes Deichprofil.zu entwickeln. Der neue Deich erweist sich
auch tatsächlich als besser gewap- pnet gegen die Fluten. - Als eine neue
starke Sturmflut hereinbricht, droht hingegen der alte Deich zu brechen.
Die Men- schen wollen den neuen Deich, und den damit neu gewonnenen Kog,
lieber opfern, statt den alten Deich zu wappnen. Der Deichgraf setzt
sich in dieser harten Auseinandersetzung durch. Der alte Deich bricht
und das dahinterliegende Land wird überflutet. Hauke macht sich
Vorwürfe, dass er nicht den Bruch verhindern konnte. - Und ein weiterer
Schicksals- schlag ereilt ihn währenddessen: Das Gespann, mit dem seine
Frau und sein Kind sich in Sicherheit bringen wollten, wird von den
Fluten mitgerissen. Voller Verzweiflung versucht er ihnen zu Hilfe zu
eilen, aber ...
(Archiv)