Über
den Autor
- geb, 1975, deutsch-austra- lischer Schriftsteller
-
Mutter ist Deutsche, Vater ist Österreicher, er selber ist
in Australien
geboren
- ist verheiratet und hat eine Tochter
Markus
Zusak
Die Bücherdiebin
Roman
Es gab viele Bücher, die ich bislang in meinem Leben gelesen habe, die
mich auf die ein oder andere Weise berührten,
tief berührten, fesselten.
Aber ein Buch wie dieses habe ich noch nicht gelesen. Die
Gefühlspalette reichte vom Schmun- zeln, über Betroffenheit bis hin zu
Traurigkeit und sogar Weinen.
Der Roman, 2005 im englischen
Original und 2008 als deutsche Ausgabe erschienen, hat mich von den
ersten Zeilen an in seinen Bann gezogen. Markus Zusak, geboren 1975, hat
einen Schreibstil der mitreißt, der förmlich zum Weiterlesen zwingt.
Erzählt wird die Geschichte von Liesel Meminger. Neunjährig kommt
sie 1938 nach Molching bei München in eine Pfle- gefamilie. Auf der Fahrt
dorthin stirbt ihr drei Jahre jüngerer Bruder. Bei seiner Beerdigung
stiebitzt sie ihr erstes Buch, ein Handbuch für Totengräber, dass einem
solchen bei der Beerdigung aus seiner Tasche rutschte.
Und:
Zum ersten Mal begegnet sie den Tod, der von da an ihr Begleiter wird.
Ihr Begleiter durch die Zeit der Nazi-Dik- tatur, des Zweiten Weltkrieges,
des Holocaust.
Der Tod erzählt vom Leben. Vom Leben in einer
Zeit, wo er 40 Mio Seelen auf das "Förderband in die Ewigkeit" legte
und das Leben der Menschen trotz aller Verzweiflung weitergehen musste.
Er berichtet von einem Mädchen, das die Macht der Worte für sich
entdeckt; einer Bücherdiebin, die anderen kleine Hoffnungen und
Lichtblicke schenkt in der Zeit der Hoffnungslosigkeit und Dunkelheit
des faschistischen Deutschlands..
Und dies geschieht emotional berührend, von witzig bis traurig, aber immer mit Herz, denn: "Auch der Tod hat ein Herz."
Markus Zusak, dessen Eltern die Zeit des Faschismus in München und
Wien miterlebten und deren Berichte in diesem Roman eingeflossen sind,
hat mit "Die Bücherdiebin" einen herausragenden Roman vorgelegt, den ich
wirklich jedem nur empfehlen kann..
(Archiv)